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Landkreis Goslar im Harz: Orte, Natur und Ausflugstipps

Der Landkreis Goslar verbindet den nördlichen Harzrand mit einem großen Teil des Oberharzes und angrenzendem Harzvorland. Goslar ist der Verwaltungssitz. Die Landschaft wechselt zwischen bewaldeten Höhen, tief eingeschnittenen Tälern, Bergstädten und tiefer gelegenen Siedlungen. Diese Vielfalt ist eng mit dem Bergbau und der historischen Wasserwirtschaft verbunden: Teiche, Gräben und Wasserläufe wurden über Jahrhunderte für die Energieversorgung der Bergwerke genutzt. Goslar mit seiner Altstadt und dem Rammelsberg sowie die Oberharzer Wasserwirtschaft machen diese Geschichte bis heute anschaulich.

Landkreis Goslar Im Landkreis Goslar finden Harz-Urlauber drei Talsperren vor, die mit ihren Staumauern und technischen Bauten interessante Ausflugsziele sind. Im Bild die Grane-Talsperre zwischen Goslar und Langelsheim Foto: © JuTeCLZ/wikipedia.de gemeinfrei (o.), Karin Höll (u.)

Brockenblick von Torfhaus im Landkreis GoslarZum Kreisgebiet gehört auch das gemeindefreie Gebiet Harz; der Brocken selbst liegt im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Von Torfhaus aus öffnet sich ein bekannter Blick über das Gebirge in Richtung Brocken. Zwischen Goslar und den Hochlagen liegen sehr unterschiedliche Reiseziele, deshalb lohnt es sich, Ausflüge nach Landschaft und Entfernung zu ordnen.

Stadt und Harzvorland

Goslar verbindet mittelalterliche Stadtgeschichte mit dem Bergwerk am Rammelsberg. Am Nordrand liegt Bad Harzburg, dessen Kurpark und Burgberg den Übergang zu den Harzwäldern markieren. Seesen bildet einen weiteren Zugang am westlichen Harzrand. In Langelsheim treffen Talsperrenlandschaft, Bergbaugeschichte und Ortsteile am Gebirge zusammen; Liebenburg ergänzt die Region um ein Schloss und ländliche Harzvorlandorte.

Bergstädte und Wasserwirtschaft

Clausthal-Zellerfeld ist durch seine Bergbaugeschichte und die Oberharzer Teichlandschaft geprägt. Auch Altenau und Wildemann liegen in einer Landschaft, deren Siedlungen eng mit Bergbau, Wald und Wasser verbunden waren. Die historischen Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft bilden ein zusammenhängendes technisches System zur Versorgung der Gruben.

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Höhenorte und Wege

Braunlage und Sankt Andreasberg liegen in höher gelegenen Teilen des Harzes und bieten Zugänge zu Wald- und Berglandschaften. Torfhaus liegt am Nationalpark Harz und ist für den Blick in Richtung Brocken bekannt. Hahnenklee, heute ein Ortsteil von Goslar, verbindet seine Stabkirche mit Wegen und Ausflugszielen des Oberharzes. Die Orte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Stadtbesuch, Kulturerbe und Höhenwanderung verlangen jeweils andere Zeit- und Wegeplanung.

Historische Landschaft und heutige Orientierung

Die heutige Kreisgrenze ist Ergebnis mehrerer kommunaler Reformen. Der Landkreis in seiner jetzigen Gestalt umfasst Gebiete mit jeweils eigener Geschichte; Goslar war zwischenzeitlich kreisfrei, bevor die Stadt wieder in den Landkreis eingegliedert wurde. In der Bergbauregion waren Wasserführung und Erzgewinnung aufeinander angewiesen: Wasser trieb Maschinen an und wurde durch Teiche und Gräben gespeichert und geleitet. Das technische Erbe zeigt sich an einzelnen Denkmälern und in der umgebenden Landschaft. Die Stadt Goslar dokumentiert die Bergbaugeschichte am Rammelsberg, während Oberharzer Teiche und Gräben den Raum zwischen Clausthal-Zellerfeld und den übrigen Bergstädten prägen. Der Harzrand zeigt dazu den wirtschaftlichen Anschluss der Bergstädte an die tiefer gelegenen Städte und Verkehrswege.

Bei der Auswahl von Ausflugszielen bietet ein Wechsel zwischen diesen Bereichen einen guten Überblick: Stadtgeschichte in Goslar, technische Kulturgeschichte im Oberharz und Landschaftsbilder an den Höhen- und Talrändern. Eine einzelne Ortsangabe sagt jedoch wenig über Steigung, Höhenlage oder die Wegstrecke zum nächsten Ziel aus. Die Reiseplanung sollte daher den konkreten Ort und die gewünschte Aktivität berücksichtigen.