Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele im Harz
Der Harz verbindet markante Naturziele mit Fachwerkstädten, Bergbaugeschichte und Erinnerungsorten. Hochlagen, Felsen und Täler, Schauplätze unter Tage und historische Ortskerne setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Ein Ausflug lässt sich nach Landschaft, Thema und Wegaufwand auswählen.
Drei steinerne Denkmalstelen mit einer Kugel im Vordergrund; dahinter liegen bewaldete Höhen und der Brocken mit Gebäuden und Sendeturm.
Foto: © Karin Höll, AxelHH/wikipedia.de gemeinfrei
Wälder, Felsen und Gewässer
Der Brocken ist mit 1.141 Metern der höchste Berg im Harz. Wind, Temperatur und Sicht unterscheiden sich auf dem Gipfel oft von den Bedingungen im Tal. Der Harzer Hexen-Stieg durchquert die Region in mehreren Etappen; einzelne Abschnitte eignen sich als eigenständige Wanderungen. Am Nordrand bilden markante Sandsteinformationen zwischen Ballenstedt und Blankenburg die Teufelsmauer. Weitere ungewöhnliche Ausflugsziele verbinden Felslandschaften und besondere Natur- und Kulturorte. Die Roßtrappe und das Bodetal erschließen Aussichtspunkte und Talwege, während der Ottofelsen als markante Felsformation eine weitere Wanderkulisse bietet.
Waldentwicklung, Moore und Hochlagen prägen den Nationalpark Harz; ausgewiesene Wege führen durch unterschiedliche Lebensräume. Die Nationalparkverwaltung veröffentlicht Hinweise zu Wegen und Schutzregeln. Am Harzrand erschließen drei Geopfade den Harly bei Vienenburg, wo Buchenwald, Rogenstein-Aufschlüsse und Bergbauspuren nahe beieinanderliegen. In der Oker begann 1994 bei Goslar-Oker die Wiederansiedlung von Lachsen; Besatz, erreichbare Laichplätze und durchgängige Flussläufe verbinden den Artenschutz mit dem Gewässernetz bis zur Aller.
Höhlen, Bergbau und Wasserwirtschaft
Die Höhlen im Harz zeigen die Geologie unter Tage. Baumannshöhle und Iberger Tropfsteinhöhle liegen in verschiedenen Teilregionen; Schauhöhlen ermöglichen Besuche auf erschlossenen Wegen im Rahmen des jeweiligen Betriebs. Temperatur, Treppen und Führung gehören zum Erlebnis in den Höhlen.
Der Bergbau im Harz prägte Siedlungen und Landschaft. Das Oberharzer Wasserregal veranschaulicht die historische Wasserwirtschaft, während die Talsperren im Harz neuere Anlagen sichtbar machen. Besucherbergwerke und Museen vermitteln technische und gesellschaftliche Zusammenhänge, die im Gelände allein nicht immer erkennbar sind.
Welterbe, Bauwerke und Bahnreisen
Zu den UNESCO-Welterbestätten im Harz zählen die Altstadt von Goslar, das Bergwerk Rammelsberg, die historische Wasserwirtschaft des Oberharzes und die Altstadt von Quedlinburg. In Quedlinburg verbinden sich Fachwerk, Stiftsberg und Stadtgeschichte. Die Harzer Schmalspurbahnen erschließen Bahnstrecken durch verschiedene Landschaften. Burgen und Schlösser im Harz sowie Kirchen im Harz ergänzen die kulturgeschichtlichen Ziele. Südlich des Harzes bildet das Kyffhäusergebiet ein eigenständiges Ausflugsziel mit Geschichte und Natur.
Erinnerungsorte des 20. Jahrhunderts
Todesmärsche im April 1945
Die Todesmärsche und Gedenkorte im Westharz erinnern an die Räumung der Mittelbau-Lager im April 1945. Der Weg von Osterode nach Oker sowie getrennte Marschwege aus Brunshausen und Wieda haben jeweils eigene Ausgangsorte und Verläufe.
Deutsche Teilung und Grenzräume
Ehemalige Grenzräume machen die deutsche Teilung im Harz nachvollziehbar. Die Grenzgeschichte am Grünen Band führt zu Erinnerungsorten der deutschen Teilung. Sorge und das Eckertal stehen für unterschiedliche Stationen dieser Geschichte.
Sagen, Bräuche und regionale Kultur
Der Sagenkreis des Harzes verknüpft reale Landschaften mit Erzähltraditionen. Osterfeuer und Frühlingsbräuche verbinden gemeinschaftlichen Meilerbau mit örtlichen Traditionen; Fackelschwingen und Schwarzmachen werden regional unterschiedlich gepflegt. Die Marke Typisch Harz kennzeichnet ausgewählte Produkte und Angebote aus dem Verbandsgebiet. Kriterien, Herkunftsnachweise und eine dreijährige Auszeichnung bilden die Grundlage des Kennzeichens. Die Geschichte des Harzer Tourismusverbands reicht bis zur gemeinsamen Werbung der Harzorte im Jahr 1904; politische Umbrüche, die Teilung und die erneute Zusammenarbeit nach 1989 prägten seine Entwicklung.
Bodetal und Hexentanzplatz als Familienausflug
Das Bodetal verbindet Tallandschaft, Aussicht und Wege. Oberhalb ergänzt der Hexentanzplatz das Gebiet um familienbezogene Angebote wie Tierpark und Freilichttheater. Ein kurzer Aussichtsstopp und ein längerer Talweg sind unterschiedliche Tagesprogramme. Weglänge, Steigung und Interessen der Mitreisenden helfen bei der Auswahl. Bei einer Kombination mit weiteren Zielen zählen außerdem Fußwege und Besichtigungsdauer: Ein nahe gelegener Ergänzungsstopp lässt Raum für Pausen und den Wechsel zwischen Naturerlebnis und Besuchsangeboten.
Sehenswürdigkeiten im Harz
Geschichte des Harzer Tourismusverbands
Grenzgeschichte und Grünes Band im Harz
Harly bei Vienenburg: Geologie, Wald und Wanderwege
Hexentanzplatz
Lachs in der Oker: Wiederansiedlung und Gewässerökologie
Weitere Reiseziele und Themen (19)
Osterfeuer und Frühlingsbräuche im Harz
Todesmärsche im Westharz: Wege des Gedenkens
Typisch Harz: Regionalmarke, Herkunft und Erzeuger
UNESCO-Welterbe im Harz: Bergbau, Wasserwirtschaft und Quedlinburg
Nationalpark Harz
Brocken
Schauhöhlen im Harz und Harzvorland
Bergbau im Harz
Oberharzer Wasserregal
Talsperren im Harz
Harzer Hexen-Stieg
Burgen und Schlösser im Harz
Ottofelsen
Historische Kirchen im Harz
Harzer Schmalspurbahnen