Der Brocken

Blick zum Brocken Blick zum Brocken


Der Brocken ist für viele das Synonym für Harz. Der Brocken ist mit 1142 Metern der höchste Berg des Harzes, er ist der höchste Berg Norddeutschlands, er überragt als einziger Berg in Norddeutschland die Baumgrenze, die hier auf 1100 Meter Höhe verläuft, er ist von vielen Stellen im Harz und aus dem Umland zu sehen, und er ist das beliebteste Ausflugsziel im Harz. Zwei Millionen Besucher erklimmen jährlich den höchsten Berg des Harzes. Mit dem Brocken verbinden sich zahlreiche Sagen und Geschichten.

Lage Brocken im Harz

Der Brocken ist das unbestrittene Wahrzeichen des Harzes. Der Berg im sachsen-anhaltinischen Landkreis Harz liegt nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen. Vom niedersächsischen Torfhaus aus haben Harz-Urlauber einen imposanten Blick auf den Brocken. Außerdem starten in Torfhaus verschiedene Wanderwege und Mountainbike-Trails zum Brocken. Mit der Harzer Schmalspurbahn wird der Brocken über Wernigerode, Drei Annen Hohne und Schierke erreicht. Zahlreiche Wanderwege, unter ihnen der berühmte Harzer Hexenstieg, führen von Schierke, Braunlage, Torfhaus und Ilsenburg auf den Brocken.

Natur am Brocken

Auf dem Brockenplateau finden Wanderer einen interessanten Brockengarten vor und können bei guter Sicht weit ins Harzvorland schauenDer Gipfel des Brockens liegt oberhalb der Baumgrenze, das Mikroklima auf dem Brockengipfel ähnelt dem Klima auf Island. Es entspricht dem einer alpinen Höhenlage von 1600 bis 2000 Metern. Der Brocken weist eine jährliche durchschnittliche Regenmenge von 1800 Litern auf, das ist etwa 1000 Liter mehr als der Durchschnitt in Deutschland. Der Berg ist der nebelreichste Punkt Deutschlands und kann auf 120 Schneetage im Jahr verweisen. 1921 wurden jedoch auch mehr als 2000 Sonnenstunden gemessen, was heute ein Spitzenwert in Deutschland wäre. Der Brocken ist also ein Ort extremer Wetterbedingungen. Im Brockengarten sind einige Pflanzenarten beheimatet, die nur hier gedeihen wie beispielsweise die Brockenanemone, eine Kleine Alpen-Kuhschelle. Der Brockengarten wird vom Nationalpark Harz und den Botanischen Gärten in Halle und Göttingen betreut. In einem nicht-öffentlichen Teil werden Versuche zu Biotopen und zum Artenschutz unternommen.

Geschichte des Brocken

Die drei markanten Bauten erinnern an die wechselvolle Geschichte des Brocken. Im rechten Gebäude ist eine Ausstellung, im linken das Brockenhotel untergebrachtDer Brocken wurde im Jahr 1572 erstmalig bestiegen. Der Graf zu Stolberg-Wernigerode ließ 1736 das Wolkenhäuschen auf dem Brocken errichten. 1800 folgte das erste Gasthaus auf dem Brocken. Seit Ende des 19. Jahrhunderts verkehrt die Brockenbahn von Drei Annen Hohne auf das Brockenplateau. Zu Zeiten der deutsch-deutschen Teilung war der Brocken auf dem Gebiet der DDR militärisches Sperrgebiet und war nicht für den Publikumsverkehr frei gegeben. Nach der Wiedervereinigung wurde der gesamte Harz und mit ihm der Brocken stark touristisch ausgebaut.

Sehenswürdigkeiten & Ausflugstipps

Mit der Brockenbahn, einem Abstecher der Harzer Schmalspurbahn, ist der Brocken bequem zu erreichen. Wanderer bevorzugen natürlich den direkten Aufstieg über den Goetheweg oder den Kolonnenweg

Viele Wege führen auf den Brocken. Die Fahrt mit der historischen Schmalspurbahn führt durch die Gemeinden am Fuße des Brockens, durch die dichten Harz-Wälder bis auf das Brocken-Plateau. Wanderfreunde sollten sich hingegen die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den höchsten Berg des Harzes zu Fuß zu erklimmen. Der Harzer Hexenstieg führt über den alten Goetheweg auf den Brocken und passiert dabei die Brockenmoore, verläuft entlang der ehemaligen Grenze, durch die Fichtenwälder des Brockenfußes bis auf das Plateau. Auf dem Brocken befinden sich ein Hotel, ein Restaurant sowie ein Brockenhaus mit Brockengarten. Bei gutem Wetter genießt man vom Brocken einen einmaligen Ausblick über den Harz, in das Weserbergland, den Thüringer Wald und nach Halle/Saale.

Foto: © Didi01 / pixelio.de

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