Torfhaus: Hochmoor, Nationalparkzentrum und Goetheweg
Torfhaus liegt auf der Hochfläche des Harzes nahe dem Nationalpark-Besucherzentrum und am Fuß des Brockenmassivs. Die offene Lage, das Große Torfhausmoor und der Goetheweg prägen den Ort. Hier beginnt eine der bekannten Wanderungen zum Brocken; kürzere Wege führen rund um das Moor. Die benachbarten Harzorte Altenau, Braunlage, Clausthal-Zellerfeld und Bad Harzburg bieten weitere Ausgangspunkte für Touren.
Zwei Anziehungspunkte, die Torfhaus als Ausflugsziel im Harz so beliebt machen: der Blick zum höchsten Berges des Harzes, dem Brocken, und das Nationalpark-Denkmal
Foto: © Karin Höll
Hochmoor und Berglandschaft
Das Große Torfhausmoor gehört zu den Hochmooren der Harzhochfläche. Niederschlagswasser, Torfmoose und nährstoffarme Bedingungen prägen diesen Lebensraum. Bohlenwege und markierte Pfade ermöglichen Einblicke in die Moorlandschaft, ohne die empfindliche Vegetation zu betreten. Am Torfhaus ändern sich Wetter und Sicht durch die Höhenlage schnell; wind- und regenfeste Kleidung ist für Wege über die offene Hochfläche sinnvoll. 
Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Besucherzentrum liegt direkt am Großparkplatz und an der Bushaltestelle. Die barrierefreie, familienfreundliche Ausstellung auf zwei Etagen erklärt Naturdynamik, Moor und Waldentwicklung im Nationalpark. Interaktive Stationen veranschaulichen, wie sich Lebensräume verändern und warum abgestorbene Bäume Teil eines lebendigen Waldes sind. Das Zentrum ist zugleich ein guter Startpunkt, um vor einer Wanderung die Landschaftsformen der Hochlagen einzuordnen. Eine Ausstellung ergänzt so den Blick ins Gelände mit naturkundlicher Erklärung. 
Goetheweg zum Brocken
Der Goetheweg führt von Torfhaus zum Brocken und folgt der Route, die Goethe bei seinem Aufstieg 1777 wahrscheinlich nahm. Die Nationalparkverwaltung beschreibt die Tour als mittelschwer auf gut ausgebauten Wegen. Unterwegs liegen Brockenfeldmoor, Abschnitte am Grünen Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, Eckersprung und Goethemoor; Teile der Strecke verlaufen nahe der Brockenbahn. Am Ziel eröffnet das Brockenplateau den Blick über die Hochlagen. Die Wanderung ist eine Streckentour mit merklichem Höhengewinn; für Hin- und Rückweg sind Kondition, Zeit und Wetter entscheidend.
Eine kurze Runde am Moor
Die Tour rund um das Torfhausmoor eignet sich als kürzere Alternative und führt über Naturpfade und Bohlenabschnitte zu Entdeckerstationen. Sie kann mit einem Besuch des Nationalparkzentrums kombiniert werden.
So lässt sich der Aufenthalt an die verfügbare Zeit anpassen: Ausstellung und kurze Moorwanderung für einen kompakten Besuch, Goetheweg als ganztägige Bergtour. Im Nationalpark geben ausgewiesene Wege Orientierung und lassen zugleich störungsarme Bereiche für Tiere und Pflanzen bestehen. Als weitere Ziele der Hochlagenregion bieten sich Sankt Andreasberg und Hahnenklee an.
Die kurze Runde um das Torfhausmoor umfasst etwa 4,5 Kilometer und dauert ungefähr anderthalb Stunden. Der Weg führt über gut befestigte Abschnitte und einen Bohlensteg durch den Moorbereich. So lässt sich die Hochmoorlandschaft auch ohne den langen Aufstieg zum Brocken erleben. Das Besucherzentrum erklärt die Entstehung und Bedeutung des Moors und liegt direkt am Ausgangspunkt. Die Kombination aus Ausstellung und Runde macht die Unterschiede zwischen Hochmoor, Fichtenwald und offener Hochfläche nachvollziehbar.
Auf dem Goetheweg folgen weitere markante Punkte aufeinander: das Brockenfeldmoor, der Eckersprung an der Quelle der Ecker und Abschnitte nahe der Brockenbahn. Das Goethemoor und die Blockhalden am Gipfel zeigen den Wandel der Landschaft vom nassen Hochmoor zu den offenen Hochlagen. Die Route verbindet damit Naturbeobachtung und Kulturgeschichte entlang desselben Höhenwegs.