Harzquerbahn: Strecke und Ausflüge
Die Harzquerbahn durchquert den Harz zwischen Wernigerode im Norden und Nordhausen im Süden. Auf rund 60,5 Kilometern erschließt sie Orte und Landschaften entlang des Gebirges und verbindet die Stadt im Nordharz mit dem Südharz. An zwei Bahnhöfen bestehen wichtige Übergänge: In Drei Annen Hohne zweigt die Brockenbahn ab, in Eisfelder Talmühle trifft die Harzquerbahn auf die Selketalbahn.
Streckenführung durch Täler und Hochlagen
Von Wernigerode führt die Bahn über Drei Annen Hohne und Benneckenstein nach Eisfelder Talmühle und weiter nach Nordhausen. Auf dem Weg wechselt die Landschaft zwischen bewaldeten Hängen, Hochflächen und engeren Tälern. Im Bereich des Drängetals steigt die Strecke deutlich an; die Trasse folgt dabei dem Gelände und nutzt Brücken und Tunnel. Die Harzquerbahn besitzt den einzigen Tunnel der HSB-Strecken und passiert damit einen markanten Abschnitt des Gebirgsbahnbaus.
Drei Annen Hohne ist der zentrale Abzweig im Norden. Fahrgäste können dort auf die Brockenbahn wechseln, die über Schierke zum Gipfel fährt. Weiter südlich liegt Eisfelder Talmühle, wo die Selketalbahn in das Netz einmündet. Diese Anschlüsse verbinden die Nord-Süd-Querung mit den Strecken in den Hochharz und den Ostharz.
Orte entlang der Nord-Süd-Verbindung
Wernigerode ist ein nördlicher Ausgangspunkt mit historischer Altstadt und Schloss. Die Stadt Wernigerode verbindet die Harzquerbahn mit der Brockenbahnstrecke über Drei Annen Hohne. Am Bahnhof Drei Annen Hohne liegen die Nationalparkregion und Wanderwege durch die Hochlagen.
Weiter südlich folgen Elend, Sorge und Benneckenstein. Diese Orte liegen in den westlichen und mittleren Harzlagen und sind über die Bahn an die größeren Knoten angeschlossen. Benneckenstein gehört zu den höher gelegenen Orten entlang der Strecke; Sorge ist ein kleiner Ort im Oberharz, dessen Umgebung von Wald und Grenzgeschichte geprägt ist. Die Bahn verbindet die Harzorte und macht ihre räumliche Vielfalt entlang der Strecke erlebbar.
Am südlichen Ende liegt Nordhausen in Thüringen. Der Anschluss an das städtische Straßenbahnnetz führt die Harzquerbahn in den Stadtraum hinein. Die Stadt Nordhausen erweitert die Bahnfahrt um eine städtische Perspektive am Südharzrand. Die Querung verbindet Sachsen-Anhalt und Thüringen über eine historische Gebirgsstrecke.
Eine Strecke im Verbund der HSB
Die Harzquerbahn ist neben Brockenbahn und Selketalbahn eine der drei Schmalspurlinien der Harzer Schmalspurbahnen. Ihre meterspurige Bauweise und die an das Gelände angepasste Trasse gehören zur technischen Geschichte des Harzes. Die Strecke entstand im späten 19. Jahrhundert, als Bahnlinien Industrie- und Erholungsorte erschlossen und die Gebirgsregion mit Städten am Rand verbanden. Über die lange Verbindung lassen sich verschiedene Landschaftsabschnitte als Teil einer Reise betrachten.
Die Übersicht zu den Harzer Schmalspurbahnen beschreibt das Gesamtnetz und die Umsteigepunkte. Die Hochlagen des Gebirges zeigt der Hochharz; wer zu Fuß unterwegs ist, kann die Querung mit Abschnitten des Harzer Hexenstiegs verbinden. Für Start- und Zielorte bieten Schierke und der Landkreis Nordhausen weitere regionale Orientierung.
Fahrt planen und Landschaft erleben
Eine Fahrt kann als kurze Teilstrecke zwischen zwei Orten oder als längere Querung des Gebirges geplant werden. Die Wahl hängt davon ab, ob der Schwerpunkt auf dem Drängetal, dem Anschluss zur Brockenbahn, den Wäldern des Oberharzes oder dem Übergang nach Nordhausen liegt. Zugverbindungen und Betriebsformen variieren im Jahresfahrplan; die HSB führt saisonale Fahrpläne und aktuelle Fahrplanänderungen. Dadurch lassen sich Bahnfahrten mit Wanderungen oder Aufenthalten an den Umsteigebahnhöfen abstimmen.
Die Zugfahrt bietet einen zusammenhängenden Blick auf den Harz als Mittelgebirgsraum. Im Norden prägen Schlossstadt und Hochlagen den Einstieg, im mittleren Abschnitt treten Wälder und kleine Bahnhöfe hervor, im Süden führt die Linie in die thüringische Stadt Nordhausen. Gerade der Wechsel zwischen diesen Landschaften macht den Charakter der Harzquerbahn aus.
Häufige Fragen zur Harzquerbahn
Welche Orte verbindet die Harzquerbahn?
Die Linie führt von Wernigerode über Drei Annen Hohne, Benneckenstein und Eisfelder Talmühle nach Nordhausen.
Wo gibt es Umstiege?
In Drei Annen Hohne zweigt die Brockenbahn ab; in Eisfelder Talmühle besteht Anschluss zur Selketalbahn.
Führt die Strecke durch den Harz?
Ja. Die Harzquerbahn durchquert das Gebirge auf einer Nord-Süd-Verbindung und erschließt dabei mehrere Täler, Wälder und Hochlagen.