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Landkreis Nordhausen: Ausflüge und Natur im Südharz

Der Landkreis Nordhausen liegt im Norden Thüringens am Südharz. Die Kreisstadt Nordhausen befindet sich am Übergang zwischen dem Gebirge und der Goldenen Aue. Das Kreisgebiet grenzt an die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz im Norden sowie an weitere Kreise Thüringens und Niedersachsens. Es umfasst rund 711 Quadratkilometer mit landwirtschaftlich genutzten Flächen, Waldgebieten und den besonderen Karstlandschaften am Südharzrand.

Dom von Nordhausen im Harz Der Dom von Nordhausen ist das Wahrzeichen der Harz-Stadt, die auch Kreisstadt des Landkreises Nordhausen ist Foto: © S. Schmitt/wikipedia.de Creative Commons Attribution 3.0, Eckbert John/wikipedia.de Creative Commons Attribution 3.0 (v.o.n.u.)

Stadt und Umland

Nordhausen ist das städtische Zentrum des Kreises und besitzt eine lange Geschichte. Der Ort ist zugleich ein Ausgangspunkt, um die umgebenden Landschaften zu entdecken. Die Gedenkstätte am ehemaligen Konzentrationslager Mittelbau-Dora vermittelt die Geschichte der NS-Verbrechen und die Erinnerung an die Opfer am historischen Ort. Südlich des Harzrandes öffnet sich die Goldene Aue, während im Norden Täler und bewaldete Höhen in den Harz übergehen.

Südharzer Karstlandschaft

Die Gipskarstgebiete entstehen, weil Wasser leicht lösliches Gestein allmählich auflöst. So formen sich Senken, Quellen und Höhlen; die Landschaft ist empfindlich und vielerorts durch Schutzgebiete geprägt. Ellrich liegt am Südharzrand in einer von Wald und Karst geprägten Umgebung. Niedersachswerfen liegt im Tal zwischen Nordhausen und den Harzhöhen. Der Wechsel von Gebirgsrand und Beckenlandschaft ist ein wesentliches Merkmal dieses Landkreises.

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Bleicheröder Berge und südliche Orte

Bleicherode liegt am Fuß der Bleicheröder Berge. Stadtgeschichte, Bergbau und Wanderlandschaft treffen dort aufeinander. Die Orte liegen in unterschiedlichen Landschaftsräumen: Nordhausen bildet den städtischen Schwerpunkt, Ellrich und Niedersachswerfen führen an den Harzrand und Bleicherode erschließt den südlicheren Höhenzug. Für eine Tagesroute bietet sich ein Schwerpunkt an: ein Stadtbesuch in Nordhausen, eine Wanderung im Südharzer Karst oder ein Ausflug in die Bleicheröder Berge.

Landschaftswechsel am nördlichen Thüringer Rand

Der Landkreis vereint drei gut unterscheidbare Landschaftseindrücke: den bewaldeten Südharzrand, die offenen Flächen der Goldenen Aue und die südlicheren Höhen um Bleicherode. Die Helme durchfließt die Aue und prägt deren landwirtschaftlich genutzte Umgebung. Im Nordwesten und Norden bilden Dolomit- und Gipskarst besondere geologische Räume; sichtbare Formen entstehen durch die Löslichkeit des Gesteins und durch Wasserbewegungen im Untergrund. Solche Karstformen können empfindlich sein, weshalb Wege und örtliche Schutzgebietsregeln zu beachten sind.

Die Kreisstadt bündelt einen großen Teil der Bevölkerung, die übrigen Siedlungen verteilen sich auf das rund 711 Quadratkilometer große Kreisgebiet. Das Gebiet umfasst 15 Gemeinden und vier kreisangehörige Städte. Landwirtschaft hat weiterhin einen großen Anteil an der Flächennutzung, Wald prägt insbesondere den Gebirgsrand. Über die A38 und weitere Straßen sowie Bahnverbindungen ist die Region mit Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen verbunden. Diese Infrastruktur erklärt, warum Nordhausen als regionales Zentrum sowohl mit dem Harz als auch mit der Goldenen Aue verknüpft ist.

Die vier Ortsziele stehen jeweils für einen anderen Teil dieser Geografie. Nordhausen bündelt städtische Geschichte und kulturelle Einrichtungen; Ellrich und Niedersachswerfen liegen näher an den Karst- und Waldlandschaften; Bleicherode öffnet den Blick auf einen tiefer gelegenen Höhenzug. Der Landkreis bildet so einen Übergangsraum zwischen Gebirge, Karstlandschaft und offener Ebene.