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Ehemaliger Landkreis Osterode am Harz: Südharzorte und Landschaft

Der frühere Landkreis Osterode am Harz ging am 1. November 2016 durch die Fusion mit dem damaligen Landkreis Göttingen im heutigen Landkreis Göttingen auf. Die frühere Kreisbezeichnung bleibt als historische und regionale Orientierung gebräuchlich; die Städte und Gemeinden gehören heute zum Landkreis Göttingen. Die Kreisverwaltung unterhält weiterhin einen Verwaltungssitz in Osterode. Diese Region verbindet Harzgebirge und Harzvorland im Süden Niedersachsens.

Das Höhlenerlebniszentrum Iberg Das Höhlenerlebniszentrum Iberg Foto: © wikimedia.de / JuTe CLZ gemeinfrei

Osterode am Harz liegt im Tal zwischen Harz und Vorland an der Söse; oberhalb der Stadt wird der Fluss zur Sösetalsperre aufgestaut. Archäologische Funde an der Pipinsburg und bei Düna belegen eine frühe Besiedlung. Das Harzkornmagazin wurde im 18. Jahrhundert zur Versorgung der Oberharzer Bergbauorte mit Getreide errichtet und dient heute als Rathaus. Die Höhen, Täler und Karstgebiete der Umgebung bilden unterschiedliche Landschaftsräume.

Kurorte am Südharz

Kurhaus in Bad Grund mit historischer KurarchitekturBad Lauterberg und Bad Sachsa liegen im südlichen Harz. Ihre Kurgeschichte ist mit den bewaldeten Höhen und dem reizvollen Gebirgsrand verbunden. Bad Grund befindet sich weiter nördlich im Oberharz und verbindet Bergbaugeschichte mit der Höhlenlandschaft des Ibergs. Die drei Orte verbinden Kurgeschichte mit unterschiedlichen Landschaften, Ortsbildern und kulturellen Ausflugszielen.

Städte, Kloster und Kulturlandschaft

Osterode am Harz besitzt einen historischen Stadtkern und war über Jahrhunderte ein wichtiger Handelsort. Herzberg am Harz ist mit dem Welfenschloss und dem südlichen Harzrand verbunden. Östlich von Herzberg liegt Walkenried mit dem ehemaligen Zisterzienserkloster und einer historischen Teichlandschaft. Ruine der Klosterkirche und Klosteranlage Walkenried im Südharz Das Kloster verweist auf die mittelalterliche Verbindung von Ordensleben, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Zusammen erschließen die Orte verschiedene Perspektiven auf die frühere Region: Stadt- und Handelsgeschichte, Herrschaftsgeschichte, Klosterkultur und Geologie.

Die Landschaft zwischen den Orten umfasst Täler und bewaldete Höhen im Harz, die Karstzone des Südharzes und das offene Vorland. Die Söse, Karstquellen und historische Teiche verknüpfen Natur- und Kulturgeschichte. Wer die Orte kombiniert, sollte Entfernungen und Höhenunterschiede beachten; Osterode, Herzberg, Walkenried und Bad Grund liegen in verschiedenen Teilräumen.

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Vom Altkreis zum heutigen Landkreis Göttingen

Seit der Fusion 2016 gehören die Orte zu einer gemeinsamen Kreisverwaltung; ihre landschaftlichen und kulturellen Eigenheiten bleiben erhalten. Der Altkreis Osterode umfasste den Südharz auf niedersächsischer Seite und angrenzendes Harzvorland. Osterode blieb als Stadt und als Verwaltungsstandort erhalten; der Kreissitz des Landkreises Göttingen liegt dagegen in Göttingen. Die heutige Zuordnung ist wichtig, wenn von aktuellen Behörden oder Kreisaufgaben die Rede ist. Für Landschafts- und Ortsgeschichte ist die Bezeichnung der früheren Kreisregion weiterhin verständlich.

Im Südharz treten Karstformen, Höhlen und Quellgebiete hervor, während die bewaldeten Harzhöhen die höher gelegenen Orte umgeben. Wasser prägt diese Räume auf verschiedene Weise: als Fluss im Sösetal, als Quelle im Karst und als historischer Speicher in der Walkenrieder Teichlandschaft.

Die Teilregion lässt sich in mehrere kulturelle und landschaftliche Schwerpunkte gliedern. Osterode verbindet Handels- und Stadtgeschichte mit dem Zugang zum Oberharz; Herzberg verweist auf Welfengeschichte und die südliche Harzlandschaft; Walkenried zeigt Klosterleben und mittelalterliche Wasserwirtschaft; Bad Grund steht für Bergbau- und Höhlengeschichte; Bad Lauterberg und Bad Sachsa sind mit Kurgeschichte und den bewaldeten Höhen des Südharzes verbunden. Zusammen bilden die Orte ein vielseitiges Gebiet zwischen Harz und Vorland.