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Bad Grund: Bergbau, Iberg und Höhlenlandschaft

Bad Grund liegt in einem bewaldeten Tal des westlichen Oberharzes. Die Bergstadt ist durch Erzbergbau geprägt und verbindet heute historische Bergbauorte mit Höhlengeologie und Waldlandschaft. Der Iberg erhebt sich über dem Ort; am Fuß liegen das HöhlenErlebnisZentrum und Wege zum Hübichenstein. Für weitere Ziele in der Region bieten sich Seesen, Osterode und Clausthal-Zellerfeld an.

Blick auf Bad Grund Blick auf Bad Grund Foto: © wikimedia.de / Thomas Binder CC BY-SA3.0

Eine alte Oberharzer Bergstadt

Blick auf die Bergstadt Bad Grund im Oberharz Bad Grund wurde 1317 erstmals urkundlich erwähnt und gehört zu den ältesten Bergstädten des Oberharzes. 1532 erhielt der Ort Bergfreiheit. Erzabbau und Hüttenwesen prägten die Entwicklung, bevor der Bergbau im 19. und 20. Jahrhundert schrittweise zurückging. Die Schachtanlage Knesebeck ist Teil des UNESCO-Welterbes Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft. Das dortige Bergbaumuseum macht technische Einrichtungen und Arbeitsgeschichte sichtbar.

Iberg und HöhlenErlebnisZentrum

Der Iberg ist ein ehemaliges Korallenriff aus dem Devon, das durch geologische Prozesse in die heutige Harzlandschaft gelangte. In seinem Kalkgestein entstanden Höhlen, darunter die Iberger Tropfsteinhöhle. Das HöhlenErlebnisZentrum verbindet eine geführte Besichtigung der Höhle mit einer Ausstellung zur Geologie des Ibergs und zur bronzezeitlichen Lichtensteinhöhle. Die Höhle ist nur im Rahmen einer Führung zugänglich; unter Tage herrschen kühle Temperaturen und der Weg enthält Stufen. Diese Bedingungen gehören zur konkreten Besuchsplanung. Die Ausstellung erklärt, wie Höhlenräume, Tropfsteinbildung und archäologische Funde wissenschaftlich untersucht werden.

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Hübichenstein und Talwege

Der Hübichenstein besteht aus markanten Kalkfelsen am Fuß des Ibergs. Der Felsen ist mit dem Zwergenkönig Hübich aus regionaler Sagenüberlieferung verbunden; daneben erinnern ein Adlerdenkmal und geologische Strukturen an unterschiedliche Deutungen dieses Naturortes. Wege führen von Bad Grund in das Teufelstal und zum Felsen. In den Fels gehauene Stufen führen auf den Hübichenstein; der Aufstieg überwindet rund 50 Meter und eröffnet den Blick über Bad Grund und den Steinbruch Winterberg. Felsformation Hübichenstein bei Bad Grund

Wald und Erholung

Der WeltWald Harz, früher Arboretum Bad Grund, zeigt Gehölze aus verschiedenen Regionen der Erde auf einem weitläufigen Waldgelände. Seine Wege machen Unterschiede von Baumformen und Waldgesellschaften auf anschaulichen Spaziergängen erfahrbar. Für eine kürzere Runde eignet sich der Talbereich um den Ort; längere Wanderungen führen auf die Höhen und zum Iberg. Bad Grund ist seit 1855 als Heilbad bekannt und gehört zu den ältesten Oberharzer Bergstädten.

Ein Besuch lässt sich nach Interessen staffeln: Höhle und Ausstellung für Geologie, Knesebeck für Bergbaugeschichte Bergbauzeugnis in Bad Grund oder Waldwege und Hübichenstein für draußen. Damit erhält Bad Grund ein eigenes Profil im Westharz. Wildemann und Hahnenklee ergänzen die Fahrt mit weiteren Bergbau- und Wanderorten.

Für Familien ergänzt König Hübichs Kugelbahnweg das geologische Erlebnis. Die etwa 1,8 Kilometer lange Strecke führt vom HöhlenErlebnisZentrum durch das Teufelstal bis zum historischen Marktplatz. Zugleich ist der WeltWald Harz mit mehr als 600 Gehölzarten auf rund 65 Hektar ein eigenständiges Ziel für Spaziergänge. Die unterschiedlichen Baumarten zeigen, wie sich Wuchsformen und Waldgesellschaften je nach Herkunft unterscheiden. Beide Ausflüge ergänzen die Höhle mit Erlebnissen oberirdisch und machen Bad Grunds Verbindung von Geologie, Bergbau und Natur deutlich.