Hettstedt: Bergbaugeschichte und Ausflüge im Mansfelder Land
Hettstedt ist ein Ziel für einen Kultur- und Industriekultur-Tag im Mansfelder Land. Gut ergänzen sich Mansfeld, Helbra, Sangerhausen und Wippra.
Hettstedt ist geprägt durch seine Geschichte als Stadt des Bergbaus und der Verhüttung im Mansfelder Land
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Lage & Geschichte von Hettstedt
Hettstedt im sachsen-anhaltinischen Landkreis Mansfeld-Südharz liegt im südöstlichen Harzvorland Mitteldeutschlands. Bis nach Magdeburg sind es 50 Kilometer und bis Halle/Saale 40 Kilometer. Hettstedt ist an die Bundesstraßen 180 und 86 angeschlossen. Mit der Bahn ist Hettstedt über die Strecke Magdeburg-Erfurt erreichbar. Hettstedt wurde im Jahre 1046 erstmals urkundlich erwähnt. König Heinrich III. schenkte zahlreiche Güter Hettstedts dem Bistum Meißen. Seit Ende des 12. Jahrhunderts wurde in Hettstedt Kupfer, später auch Silber abgebaut. Nach dem ersten Verfall des Silberpreises erholte sich der Bergbau in Hettstedt und die Stadt erlebte ihre zweite Blüte als Standort von Kupferbergbau und Verhüttung. 1808 wurde Hettstedt vom sächsischen König an das Königreich Westfalen abgetreten. Im 19. Jahrhundert zog Hettstedt mit seinem Anschluss an das Eisenbahnnetz viele neue Bewohner an. Zahlreiche Straßenzüge der Stadt konnten nach der Wende hübsch saniert werden. Der bereits seit 1929 subventionierte Kupferbergbau wurde nach 1989 eingestellt.
Sehenswürdigkeiten & Ausflugstipps in Hettstedt
Hettstedt ist geprägt durch seine Geschichte als Stadt des Bergbaus und der Verhüttung im Mansfelder Land. In Hettstedt sind zahlreiche bauliche Zeitzeugen aus den früheren Jahrhunderten anzutreffen. Das Saigertor war einst Teil der Stadtbefestigung und steht seit 1722 in seiner heutigen Gestalt. Das alte Saigertor aus dem 15. Jahrhundert fiel einem Brand in der Stadt zum Opfer.
Der Marktplatz in Hettstedt wird von der St.-Jakob Kirche überragt - einem spätgotischen Gotteshaus. Die älteste Kirche des Ortes ist jedoch die St.-Gangolf Kirche in der Gangolfstraße, die bereits im 13. Jahrhundert für die ortsansässigen Bergleute errichtet wurde. Das Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss zeigt die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens im Mansfelder Land. Zu seinen Hauptattraktionen zählt der maßstabsgetreue, funktionsfähige Nachbau der ersten deutschen Dampfmaschine Wattscher Bauart. Das von Carl Friedrich Bückling konstruierte Original wurde am 23. August 1785 am König-Friedrich-Schacht bei Hettstedt erstmals eingesetzt; der Nachbau im Maßstab 1:1 ist im Museum zu sehen. Der Museumsstandort, das heute so genannte Humboldt-Schloss, gehörte einst der Frau von Wilhelm von Humboldt. Die Mansfelder Bergwerksbahn fährt auf rund elf Kilometern erhaltener Strecke zwischen Benndorf und Hettstedt-Kupferkammerhütte. Die regulären Samstagsfahrten der Saison 2026 fanden vom 11. April bis 3. Oktober statt. Der Schmalzgrund-Viadukt ergänzt die technischen Baudenkmale des Ortes. Nur drei Kilometer von Hettstedt entfernt lädt der Heimattierpark Walbeck zu einem Besuch die ganze Familie während des Harz-Urlaubs ein. Eine geologische Besonderheit stellt das Tal der Heiligen Reiser dar, wo geologische Formationen als Schichten offen zu betrachten sind.
Urlaub in Hettstedt
Über die Bundesstraße 242 erreicht man ab Hettstedt bequem den Harz mit den Ortschaften Harzgerode, Dankerode oder Breitenstein. Mehrere Pensionen und zahlreiche Ferienwohnungen stehen in Hettstedt als Unterkunft für den Harz-Urlaub zur Verfügung.
Hettstedt und das Mansfelder Land entdecken
Hettstedt eignet sich für einen Tag mit Stadtspaziergang und Bergbaugeschichte. Wer die Region weiter erkunden möchte, verbindet den Besuch mit Mansfeld, Sangerhausen oder Helbra. Für Ziele im südlichen Harz bieten sich Wippra, Harzgerode und Alexisbad an.
Wer die Industriegeschichte mit einem Spaziergang verbinden möchte, plant besser zwei überschaubare Stationen statt einer langen Rundfahrt. Für einen Naturtag liegen die Wanderziele des Harzes weiter entfernt und brauchen zusätzliche Fahrzeit.