Aktuelle Harz-Zeitschrift 2016 erschienen

Aktuelle Harz-Zeitschrift 2016 erschienen
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Der Harz im Herzen Deutschlands ist nicht zuletzt ein Brennpunkt deutscher Geschichte. Die ersten deutschen Könige und Kaiser haben hier logiert, der Bergbau hatte hier eines der wichtigsten Zentren in ganz Deutschland und die Ingenieurskunst hat hier das einzigartige Oberharzer Wasserregal hervorgebracht. Nicht alles kann bei Wanderungen auf dem weit verzweigten und gut ausgeschilderten Wanderwegenetz erlebt werden. Eine der traditionellen Publikationen erscheint jährlich – die Harzzeitschrift.

Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 68. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2016, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.
Der aktuelle Band beschäftigt sich mit mehreren historischen Fachdisziplinen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Die Beiträge stammen von mehreren Autoren. Zu den Vorlagen für Luthers Editionen der Theologia Deutsch und einem unbekannten Sammelband aus der Bibliothek des Klosters Himmelpforten bei Wernigerode berichtet Joachim Stüben, gefolgt von einem Beitrag Hans-Joachim Winzers zu den Herren von Ührde, Stadt Osterode am Harz – Genealogie, Besitz, soziale Stellung und herrschaftliches Umfeld. Jan Habermann berichtet sodann über die königsherrschaftliche Raumerfassung am Nordharz unter den letzten Saliern, speziell zu Krongut, Reichsdienst und Burgenbau im 11. Jahrhundert. Der ehemalige Goslarer Oberbürgermeister Otmar Hesse hat den nachfolgenden Beitrag geliefert zu Martin Luthers Familie im 16. Jahrhundert – einer Unternehmerfamilie, die im Bergbau, in der Erzverhüttung sowie im Metallhandel im Mansfelder Land und in Goslar tätig war. Das Weingartenloch bei Osterhagen und seine Geschichte ist das Thema von Fritz Reinboth. Mit den Anfängen des Rabensteiner Stollens bei Ilfeld hat sich Uwe Schickedanz beschäftigt. Es folgen einige interessante Beiträge zur Erforschung der NS-Geschichte des Harzes: Goslar – Darrés Reichsbauernstadt (Margarete Lemmel), Zwangsarbeit für Bosch in Goslar (Angela Martin) und „Ein neuer Blick auf einen bekannten Ort. Die Geschichte der Mahn- und Gedenkstätte Wernigerode, Veckenstedter Weg aus überregionalen Quellen gelesen“ (Mark Homann). Nachrufe sind dem verstorbenen Goslarer Hausforscher Hans-Günther Griep (1923 - 2016) und dem früheren Vereinsvorsitzenden Bernd Feicke (1950 - 2016) gewidmet.
Berichte zu Veranstaltungen des Harz-Vereins und zahlreiche Rezensionen runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 252 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag bestellt werden.

Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. / nordlicht verlag

Foto: © Lukas-Verlag

Datum: 22.11.2016

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