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Drei Annen Hohne: Schmalspurbahn, Naturpfad und Hohnekamm

Drei Annen Hohne liegt zwischen Wernigerode und Schierke am Rand des Nationalparks Harz. Am Bahnhof treffen Harzquerbahn und Brockenbahn aufeinander; zugleich beginnen Wege in die Wälder und Felslandschaft des Hohnekamms. Der Ort verbindet Eisenbahngeschichte, einen familiengeeigneten Naturpfad und anspruchsvollere Wanderungen zu Aussichtspunkten. In der Nähe liegen Wernigerode, Schierke und der Brocken.

Bahnhof Drei Annen Hohne Bahnhof Drei Annen Hohne Foto: © wikimedia.de / Frank Bothe CC BY-SA3.0

Ein Bahnhof mit zwei Strecken

Die Harzer Schmalspurbahnen verbinden Drei Annen Hohne mit Wernigerode und Nordhausen; die Brockenbahn führt von hier weiter zum Brocken. Der Bahnhof ist damit Umsteigepunkt: Eine Wanderung kann hier beginnen und nach einer Bahn- oder Busfahrt andernorts enden. Die Bahnverbindung ermöglicht eine Anreise ohne Auto und lässt sich mit Wanderungen verbinden, die an einem anderen Bahnhof enden. Zug der Brockenbahn am Bahnhof Drei Annen Hohne

Das Wegenetz führt vom Siedlungsbereich in die Nationalparkwälder. Der Fernwanderweg Harzer-Hexen-Stieg quert die Region; außerdem liegt der Hohnekamm mit seinen Granitklippen nahe. Bahnhofsvorplatz und Anstieg zu den Klippen unterscheiden sich deutlich: Die Tour zum Kamm verlangt Trittsicherheit und ausreichend Zeit.

Löwenzahn-Entdeckerpfad und HohneHof

Der rund 1,2 Kilometer lange Löwenzahn-Entdeckerpfad beginnt unweit vom Bahnhof der Schmalspurbahn und vom Parkplatz und endet am Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Entlang des Pfads wechseln Wald, Bergwiese und Mitmachstationen. Kinder können Tierspuren erkunden, den Boden am Barfußpfad erleben, an einer Hörstation lauschen und mit einer Archimedischen Schraube den Wassertransport nachvollziehen. Eine etwa 400 Jahre alte Eiche bildet einen Ruhepunkt. Der Pfad eignet sich als kleiner Ausflug; für Stationen und Pausen ist zusätzliche Zeit einzuplanen.

Der HohneHof ergänzt den Naturpfad mit Informationen zur Nationalparknatur und einem Außengelände. Der Zugang vom Bahnhof führt über einen ansteigenden Weg; einzelne Abschnitte des Pfads verlaufen auf Wurzelboden und eignen sich nicht für Kinderwagen oder Rollstuhl. Blick von der Leistenklippe über den Hohnekamm zum Brocken

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Hohneklippen und Leistenklippe

Der Hohnekamm besteht aus verwittertem Granit und trägt mehrere markante Klippen. Die Leistenklippe ist ein Aussichtspunkt am Kamm und zugleich eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Der Aufstieg führt über Waldpfade und felsige Passagen; auf exponierten Stellen sind feste Schuhe und vorsichtige Schritte sinnvoll. Von oben reicht der Blick über den bewaldeten Ostharz bis zum Brocken. Rodeln auf einer verschneiten Harzer Wiese

Eine kürzere Variante verbindet Bahnhof und Entdeckerpfad; für eine längere Tour bieten sich Hohnekamm oder Schierke an. Im Nationalpark dienen markierte Wege der Orientierung und dem Schutz sensibler Lebensräume. Mit Blankenburg, Braunlage und Ilsenburg lassen sich weitere Ausgangsorte am Harzrand vergleichen.

Der Löwenzahn-Entdeckerpfad entstand 2005 zum Jubiläum der Kindersendung „Löwenzahn“ in Kooperation mit dem ZDF; die Wasserstation kam 2011 hinzu.

Der Einstieg liegt rund 150 Meter vom Bahnhof und Parkplatz entfernt. Für den gesamten Entdeckerpfad nennt der Nationalpark ein bis zwei Stunden; die Zeit umfasst die Mitmachstationen. Der ansteigende Wurzelweg am Beginn ist anspruchsvoller als der überwiegend ebene Abschnitt über die Wiese. Diese Unterschiede helfen bei der Wahl zwischen kurzer Familienrunde und längerer Wanderung. Im Winter pausieren die Stationen bis Ostern, weil Schneefall die Anlage im Hochharz beeinträchtigt.