Oberharz: Wasserwege und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Oberharz
Im Oberharz prägt die historische Wasserwirtschaft eine besondere Verbindung von Kulturerbe und Landschaft. Teiche, Gräben und Wasserläufe gehören zu einem weit verzweigten System; Wanderwege und historische Bergbaustätten eröffnen weitere Zugänge zur Geschichte der Region. Für die Wahl eines Aufenthaltsorts lohnt es sich, zunächst die eigenen Schwerpunkte festzulegen und anschließend die konkreten Besuchsorte mit den Lageangaben der Unterkünfte abzugleichen.
Wasserwirtschaft und Wanderwege
Das UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft umfasst 107 historische Teiche, insgesamt 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufe. Diese Zahlen beschreiben die Dimension des überlieferten Systems. Die Welterbe-Wanderwege führen durch eine Landschaft mit Teichen, Gräben, Bergwiesen, Wäldern und vielfältiger Tierwelt. Informationstafeln vermitteln unterwegs Wissen über das Welterbe. So lässt sich ein Ausflug mit Bewegung und Einblicken in die historische Nutzung des Wassers verbinden.
Wer auf den Wanderwegen unterwegs ist, begegnet damit nicht nur einzelnen Bauwerken, sondern auch dem Zusammenhang zwischen Wasserwirtschaft und Landschaft. Teiche und Gräben prägen den Themenweg ebenso wie Bergwiesen und Wälder; die Tafeln ergänzen das Naturerlebnis um die Geschichte des Welterbes. Diese Verbindung kann bei der Reiseplanung helfen, wenn Sie Natur und Kultur nicht als getrennte Programmpunkte betrachten möchten.
Bergbaugeschichte vor Ort erleben
Eine Erlebnistour beginnt am Welterbemonument Ottiliae-Schacht im Oberharz. Sie umfasst eine Führung über das Gelände des ehemaligen zentralen Förderschachts mit Maschinenvorführungen. Das eiserne Fördergerüst des Ottiliae-Schachts stammt aus dem Jahr 1876 und ist das älteste erhaltene seiner Art in Europa. Der Blick auf das erhaltene Gerüst und eine Führung mit Maschinenvorführungen bieten unterschiedliche Zugänge zu diesem Teil des Bergbauerbes.
Auf dem frei zugänglichen Areal des Schachts Kaiser Wilhelm II. in Clausthal-Zellerfeld gibt es eine Ausstellung zur Technik und Geschichte der Oberharzer Wasserwirtschaft. Im Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld können Besucher durch die über- und untertägigen Anlagen des Schaubergwerks gehen. Das Museum wurde 1892 gegründet und zeigt die Entwicklung des Oberharzer Erzbergbaus vom Mittelalter bis zu seinem Ende im Jahr 1930. Damit ergänzen sich Einblicke in die Wasserwirtschaft und in den Bergbau, ohne dass beide Themen auf denselben Besuchsort beschränkt sind.
Weitere Einblicke in Clausthal-Zellerfeld
Das Welterbe-Infozentrum in Clausthal-Zellerfeld bietet rund 170 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Zu sehen ist dort ein 3D-Landschaftsmodell mit Videoprojektion. Auch die Marktkirche „Zum Heiligen Geist“ befindet sich in Clausthal-Zellerfeld; sie ist Deutschlands größte Holzkirche. Diese Orte ergänzen die Bergbaugeschichte um einen Einblick in die Stadt und das Welterbe.
Der Robert Koch-Stadtrundgang in Clausthal-Zellerfeld führt zu Orten, die mit seiner Jugend verbunden sind. Ohne den Besuch im Oberharzer Bergwerksmuseum dauert der Rundgang etwa 2,5 Stunden. In Clausthal-Zellerfeld führt die Route unter anderem an Robert Kochs Geburtshaus, der Kirche, in der er getauft wurde, und seiner ehemaligen Schule vorbei. Die ungefähre Dauer hilft, diesen Rundgang als eigenen Programmpunkt einzuplanen; der Museumsbesuch ist darin nicht enthalten.
Termine und gemeinsame Erlebnisse planen
Der UNESCO-Welterbetag im Oberharz findet jährlich Anfang Juni statt und bietet besondere Führungen sowie vielfältige Veranstaltungen. Da die genauen Termine für den eigenen Reisezeitraum wichtig sind, empfiehlt es sich, sie vor der Planung zu prüfen. So lässt sich ein möglicher Besuch des Veranstaltungstags von dauerhaft beschriebenen Angeboten wie den Wanderwegen oder dem Museum unterscheiden.
In der BRAUakademie in Clausthal-Zellerfeld können Gruppen ab vier Personen ihr eigenes Bier brauen; Seminare bieten dafür einen gemeinsamen, praktischen Programmpunkt. Für Familien gibt es den Robinson-Abenteuerspielplatz an der Spiegelthaler Straße mit bergbaulich thematisierten Spielgeräten. Zum Spielangebot gehören ein zweistöckiger Förderturm mit Kletterpfad, eine Rutsche und eine 45 Meter lange Seilbahn.
Vergleichen Sie die Lage eines Hotels mit den konkreten Zielen Ihrer Reise und planen Sie die einzelnen Besuche entsprechend. So wird aus dem Oberharz-Aufenthalt eine Auswahl, die sowohl die Landschaft der Wasserwirtschaft als auch die verschiedenen Zugänge zu Bergbau- und Stadtgeschichte berücksichtigen kann.
Weitere Orte im Oberharz: Altenau, Schulenberg Im Oberharz, Wildemann. Weitere Harz-Orte: Heringen/Helme, Auleben, Wulften am Harz, Herzberg Am Harz, Tanne.