Die Roseburg – Märchenschloss im Harz öffnet wieder seine Pforten
(Kultur im Harz)Schöne und bedeutende Bauwerke gibt es heute überall und so natürlich auch im Harz. Inzwischen wurden und werden viele dieser Bauwerke aber in regelmäßigen Abständen immer wieder den Besuchern zugänglich gemacht und so etwa auch die Roseburg, die durchaus als Märchenschloss bezeichnet werden kann.
So wird dieses schöne Märchenschloss mitsamt seinem Garten am kommenden Sonntag, den 29 März 2009 wieder aus seinem „winterlichen Dornröschenschlaf“ geweckt. Gelegen zwischen Rieder und Ballenstedt stellt die Roseburg heute ein wirklich beliebtes Ziel für viele dar, weshalb sie auch immer wieder viele Besucher zu verzeichnen hat. Umgeben von einer Mauer ist die Roseburg heute versteckt, doch keinesfalls ein geheimes Plätzchen, denn mit seinem hohen Wehrturm mit dicken Zinnen und dem scheinbar undurchdringlichen Dickicht, das hier jahrzehntelang wild wachsende Bäume und Sträucher hinterlassen haben, sieht die Roseburg wirklich wie ein verwunschenes und im „Dornröschenschlaf“ befindliches Märchenschloss aus. Doch auch wenn die Vorstellung nahe liegt, dass man hier selbst in einen solchen Schlaf fallen möge oder jeden Moment ein Ritter durch das Tor der Burganlage geritten kommt, hat die Roseburg heute nicht nur ihr Äußeres zu bieten. Natürlich ist es auch der weitläufige Park mit seinen herrlichen Wasserkaskaden, ebenso wie auch die Architektur der Roseburg selbst, die viele Besucher verzaubert. Auch seine direkte Lage an der Straße zwischen Rieder und Ballenstedt zeichnet diese Burganlage aus, auch wenn in der Vergangenheit zweifellos viele achtlos an ihr vorbei gefahren sind.
Abgesehen von ihrem Äußeren weist die Roseburg aber auch eine interessante Geschichte auf. So begann diese nämlich verhältnismäßig spät – im Jahr 1905, in dem der Architekt Bernhard Sehring das Areal kaufte und - finanziell gut gestellt durch seine Arbeit als selbständiger Architekt und freier Künstler – sich seinen lang gehegten Traum erfüllte und sein Harzer „Märchenschloss“ baute. Er selbst nutzte die Roseburg anfangs als Sommerresidenz und später dann als Altersruhesitz. Nach seinem Tod wurde die Roseburg dann zunächst noch von seiner Frau und später – nach deren Tod – von einer Pächterfamilie bewirtschaftet, ehe die Räume der Burg dann als Ausbildungsstätte für Hühnerzüchterinnen genutzt wurden. Erst später übernahm dann der Kulturbund wieder die Roseburg, ehe dann im Jahr 1989 ein Rückübertragungsverfahren begann, in dem die Burg wieder den Sehring-Erben übertragen wurde. Diese verkauften das „Märchenschloss“ aber wieder an den heutigen Besitzer, den Berliner Unternehmer Rolf Ilmner, der für die Roseburg ein umfangreiches Sanierungsprogramm vorgesehen hat, so dass dieses „Märchenschloss“ bald wieder in altem Glanz erstrahlen kann. Am kommenden Sonntag (29. März 2009) nun wird die Roseburg erstmals wieder den Besuchern zugänglich gemacht. Hier kann man sich dann etwa das „Märchenschloss“ selbst ansehen und anschließend etwa in dem täglich von 11 bis 17 Uhr geöffneten Café die Eindrücke genießen. Wer schon vorab mehr über dieses „Märchenschloss“ erfahren möchte, dem sei die Internetpräsenz der Roseburg www.roseburg-harz.de empfohlen, auf der man allerlei Wissenswertes über die Geschichte u.v.m. erfahren kann.
Datum: 26.03.2009
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