Der Kyffhäuser
Der Kyffhäuser gehört geografisch gesehen nicht zum Harz, obwohl die beiden Gebirgszüge nur wenige Kilometer trennen. Das Denkmal zu Ehren der beiden deutschen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Wilhelm I. geben dem Kyffhäuser schon von Weitem ein markant

Der Kyffhäuser

Eines der bekanntesten Ausflugsziele im Umfeld des Harzes ist der Kyffhäuser. Der Kyffhäuser gehört geografisch nicht zum Harz, sondern gilt mit 19 Kilometern Länge und sieben Kilometern Breite als eigener kleiner Gebirgszug. Er wird durch die unmittelbar südlich des Harzes gelegene, nur wenige Kilometer breite Goldene Aue vom Harz getrennt. Im Kyffhäuser befinden sich mehrere attraktive Ausflugsziele, die auch für Harz-Urlauber einen Besuch wert sind. Deshalb gehört eine Beschreibung des Kyffhäuser zu einer Gesamtinformation über den Harz.

Natur des Kyffhäuser

Ein großer Teil des Kyffhäusers ist von Wald bedeckt, auffällig sind jedoch auch große unbewaldete Gebiete, die auf den wasserarmen Karstuntergrund zurückzuführen sind. Die höchste Erhebung ist der Kulpenberg mit 474 Metern. Durch den auf ihm errichteten Fernsehturm ist er eine weithin sichtbare Orientierung. Der Sage nach schläft der Stauferkaiser Friedrich I. Barobarossa tief unten in den Barbarossa-Höhle, um von hier aus eines Tages sein Reich zu rettenDen westlichen Rand des Kyffhäusers bildet die Talsperre Kelbra, die den Fluss Helme aufstaut. Der Kyffhäuser ist Teil eines großflächigen Naturparks, der neben der Talsperre Kelbra und westlich angrenzenden Feuchtgebieten der Goldenen Aue weitere südlich an den Kyffhäuser angrenzende Gebiete umfasst. Hier befindet sich ein bedeutender Kranichrastplatz.

Ausflugsziele im Kyffhäuser

Der Kyffhäuser mit seinem Umfeld ist eines der traditionsreichsten Gebiete der deutschen Geschichte. Am bekanntesten ist das 81 Meter hohe Kyffhäuserdenkmal nahe der alten Kaiserpfalz Tilleda am Nordostrand des Gebirgszugs, das drittgrößte Denkmal Deutschlands. Das Kyffhäuserdenkmal wurde von 1890 bis 1896 auf den Ruinen der alten Reichsburg Kyffhausen errichtet. Es zeigt den Stauferkaiser Friedrich I. „Barbarossa“, und darüber ein Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I., damit soll die historische Kontinuität zwischen beiden deutschen Kaiserreichen dokumentiert werden.
Das Kyffhäuser-Denkmal ist zu Ehren der beiden deutschen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Wilhelm I. errichtetAn einen anderen Abschnitt deutscher Geschichte erinnert das Bauernkriegspanorama bei Bad Frankenhausen am Südrand des Kyffhäusers. Die Region war 1525 einer der Hauptschauplätze des deutschen Bauernkrieges mit seinem Anführer Thomas Müntzer. In einem 18 Meter hohen Rundbau mit 44 Metern Umfang entstand zwischen 1976 und 1987 unter der künstlerischen Leitung des Leipziger Malers Werner Tübke eines der größten Tafelbilder der Welt. Eröffnet wurde dieses Werk im September 1989.
Die Barbarossahöhle westlich von Bad Frankenhausen ist eine Gipshöhle und wurde schon kurz nach der Entdeckung bei Bergarbeiten 1866 als Schauhöhle unter dem Namen Frankenburger Höhle eröffnet. Den Namen Barbarossahöhle erhielt sie im Zusammenhang mit der Errichtung des Kyffhäuserdenkmals Ende des 19. Jahrhunderts, damals wurde sie auch in Zusammenhang mit der Barbarossasage gebracht.

Wandern im Kyffhäuser

Das Kyffhäusergebirge ist ein sehr bekanntes und beliebtes Wandergebiet. Neben den Wanderungen im Gebirge selbst ist der Kyffhäuser Ausgangs- oder Endpunkt mehrerer überregionaler Wanderwege. Das sind beispielsweise der Wanderweg von Eisenach an der Wartburg im Thüringer Wald bis Wernigerode, der Feengrotten-Kyffhäuserweg nach Saalfeld (Thüringen), der Kaiserweg von Tilleda quer durch den Harz nach Bad Harzburg sowie der Barbarossaweg, ein mehr als 300 Kilometer langer Fernwanderweg vom hessischen Korbach zum Kyffhäuserdenkmal, der verschiedene Wirkungsstätten von Kaiser Barbarossa verbindet.

Foto: © Mazbln, B. Angerstein, beide wikipedia.de Creative Commons Attribution 3.0, H.L./pixelio.de


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