Nationalpark Harz

Der wilde Harz Der wilde Harz

Der Nationalpark Harz erstreckt sich über weite Teile der Hochebenen des Harzes. Die vielfältige Natur des Harzes ist eines der Hauptargumente für den Urlaub im Harz. Ausgedehnte dunkle Fichtenwälder, schroffe Täler, aber auch weite Hochebenen und nicht zuletzt markante Berge oder Felsen sind es, die den Menschen magisch anziehen und zum Harz-Urlaub im Nationalpark Harz motivieren. Dabei ist der Mensch nicht immer so verantwortungsbewusst mit der Natur im Harz umgegangen wie heute, denn Mitte des 19. Jahrhunderts startete ein umfangreiches Wiederaufforstungsprogramm, um dem nördlichsten der deutschen Mittelgebirge den ursprünglichen Wald wieder zu geben. Aus praktischen Gründen wurde damals die heute dominierende schnell wachsende Fichte verwendet, die andererseits aber auch anfällig gegenüber Schadstoffen ist und so manchen Waldschaden gegen Ende des 20. Jahrhunderts über sich ergehen lassen musste. Um das in Zukunft zu vermeiden, wurden Schutzmaßnahmen erlassen.

Länderübergreifender Nationalpark Harz

Im Nationalpark Harz dominieren Fichtenwälder und Gewässer - beides, Wälder wie auch die Teicher der Harzer Wasserwirtschaft, sind von Menschenhand entstandenAls einziger deutscher Nationalpark umfasst der Nationalpark Harz Gebiete in zwei verschiedenen Bundesländern - Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Er entstand 2006 aus der Fusion des 1994 gegründeten Nationalparks Harz (Niedersachsen) mit dem 1990 gebildeten Nationalpark Hochharz (Sachsen-Anhalt). Er erstreckt sich über eine Fläche von knapp 25.000 Hektar, das sind etwa 10 Prozent der gesamten Fläche des Harzes. 95 Prozent der Nationalparkfläche sind Wälder. Der Nationalpark Harz reicht einmal quer durch den Harz, von Bad Harzburg bis Herzberg, und umfasst die höchstgelegenen Teile des Gebirges einschließlich seines höchsten Berges, des Brocken. 52 Prozent der Fläche des Nationalparks sind als Kernzone ohne jegliche Bewirtschaftung ausgewiesen (Stand 2011). Internationaler Standard und Ziel des Nationalparks Harz bis 2022 sind 75 Prozent.

Tiere und Pflanzen im Nationalpark Harz

Der Luchs war im Harz seit 1818 ausgestorben. Vor einigen Jahren wurde der Luchs im Nationalpark Harz wieder angesiedelt. Der Bestand ist inzwischen stabilDer Baumbestand wird von der Fichte dominiert, nur unterhalb von 600 Metern ist der Laub- und Mischwald stärker verbreitet. Die Brockenkuppe ragt mit ihrem 1142 Meter hohen Gipfel knapp über die Baumgrenze hinaus, die hier auf 1100 Meter verläuft. Im Brockengarten wachsen seit mehreren Jahrzehnten versuchsweise Bergpflanzen. Die nur hier vorkommende Brockenanemone gilt jetzt in ihrem Bestand als gesichert. Einen wichtigen Teil der Nationalparkfläche nehmen Hochmoore mit ihrer spezifischen Pflanzenwelt ein, den Mooren im Harz wird internationale Bedeutung zugemessen. Neben zahlreichen seltenen geschützten Pflanzen sind es besonders zwei Tierarten, die im Harz erfolgreich wieder angesiedelt wurden: Luchs und Wildkatze. Ein ähnlicher Versuch mit dem Auerwild gilt als gescheitert.

Naturschutz und Tourismus

Naturschutz und Tourismus gehen im Harz Hand in Hand. Trotz mancher schwieriger Berührungsprobleme ist es gerade die geschützte und schützenswerte Natur, die den Harz als Urlaubsregion interessant macht. Der Naturschutz akzeptiert den Tourismus nicht nur, sondern nutzt das Interesse der Harz-Urlauber an der Natur für eine rege Informationstätigkeit. Der Nationalpark Harz betreibt alleine fünf Nationalparkhäuser: in Altenau-Torfhaus, Drei-Annen-Hohne, Ilsenburg, St. Andreasberg und Schierke. Auch das Brockenhaus und das Haus der Natur in Bad Harzburg stehen in der Verantwortung der Nationalparkverwaltung.

Nationalpark Harz - bitte zum Vergrößern auf die Karte klickenNaturschutz und Tourismus gehen im Harz eine erfolgreiche Symbiose ein. Gerade die schützenswerten und geschützten Bereiche der Natur des Harzes sind für den Harz-Urlauber sehr interessant, ob im Winterurlaub oder beim Aktivurlaub im Sommer. Durch rege Informationstätigkeit wird das Bewusstsein der Harz-Urlauber für den Naturschutz geschärft und kommt im Nationalpark Harz zum Ausdruck.



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Foto: © Rainer Brückner / pixelio.de

Der Hochharz-Eine landeskundliche Bestandsaufnahme

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Der Harz als Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge hat zweimal im Jahr Saison. Während der Urlauber im Sommer aus einer Vielzahl von Kulturveranstaltungen wählen kann, vermutet er dies im Winter nicht. Doch die Harzer Touristiker wissen und können es besser. Unter dem Motto Harzer Kulturwinter haben sie auch für die kalte Jahreszeit ein anspruchsvolles Kulturpaket gepackt. Das bietet garantiert eine willkommene Abwechslung nach dem erlebnisreichen Tag auf der Loipe oder dem Skihang.
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Der Harz im Herzen Deutschlands ist nicht zuletzt ein Brennpunkt deutscher Geschichte. Die ersten deutschen Könige und Kaiser haben hier logiert, der Bergbau hatte hier eines der wichtigsten Zentren in ganz Deutschland und die Ingenieurskunst hat hier das einzigartige Oberharzer Wasserregal hervorgebracht. Nicht alles kann bei Wanderungen auf dem weit verzweigten und gut ausgeschilderten Wanderwegenetz erlebt werden. Eine der traditionellen Publikationen erscheint jährlich – die Harzzeitschrift.
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