Uftrungen
Eine einmalige Karstlandschaft und die sehenswerte Gipshöhle „Heimkehle“: die kleine Gemeinde Uftrungen im Südharz lädt zu einem Besuch ein.
Lage
Die Gemeinde Uftrungen liegt im Südharz zwischen Stolberg und Berga. Uftrungen im sachsen-anhaltinischen Landkreis Mansfeld-Südharz wird über die Harzautobahn 38 am besten über Berga mit dem Auto erreicht.
Geschichte
In Uftrungen herrschte einst der Graf von Stolberg, der das Dorf 1719 an seinen Bruder Jost Christian abtrat. Uftrungen wurde anschließend zum Amtssitz der Grafenschaft Stolberg-Roßla. Bis 1815 gehörte Uftrungen dem Königreich Sachsen an und gelangte dann nach Merseburg. In der Karsthöhle „Heimkehle“ mussten während des Zweiten Weltkriegs KZ-Häftlinge für die Rüstungsproduktion arbeiten. Bis zur deutschen Wiedervereinigung gehörte Uftrungen zum DDR-Bezirk Halle.
Sehenswürdigkeiten & Ausflugstipps
Die Gipshöhle „Heimkehle“ zwischen Uftrungen und Rottleberode zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region. Die „Heimkehle“ ist eine der zwei deutschen Gipshöhlen, die als Schauhöhlen auch für Besucher zugänglich sind. Von den 2.000 Metern Länge der Höhle können 750 Meter im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Besucher entdecken bei einer Höhlenführung unterirdische Seen, künstliche Stollen und wundersame Tiere.
Die Gemeinde Uftrungen am Rande des Gipskartsgebirges im Südharz wird von zahlreichen Karsterscheinungen umgeben. Besucher finden unter Anderem den Fachsee, die Elsgrube und den Uftrunger See. Sehenswerten Karstquellen und Karsthöhlen begegnet man auf dem Karstwanderweg, der am Ortsrand vorbei führt. Der Karstwanderweg widmet sich auf 200 km von Förste in Niedersachsen nach Pölsfeld in Sachsen-Anhalt den eigentümlichen Karstsehenswürdigkeiten.
In Uftrungen sind viele schöne Fachwerkhäuser anzutreffen, die nach der Wende aufwendig saniert wurden. Im Dorf steht die alte Kirche St. Andreas aus dem Jahr 1732. Im Inneren der evangelischen Kirche sind ein spätgotisches Kruzifix und ein Kanzelaltar zu bewundern.
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